Wolfgang-Borchert-Gymnasium Halstenbek

Das hier veröffentlichte Ausbildungskonzept entspricht nicht mehr der aktuellen Rechtslage, beispielsweise hat sich die Dauer der Ausbildung von 2 Jahren auf 18 Monate verkürzt.

Das Ausbildungskonzept wird zur Zeit überarbeitet.

 

Das Ausbildungskonzept

für das Wolfgang-Borchert-Gymnasium Halstenbek (Stand : Januar 2009)

 

Inhalt:

 

 

  1. Vorwort
  2. Voraussetzungen an der Schule
  3. Die Ausbildung an der Schule
    1. Die Lehrkräfte in Ausbildung
    2. Die Ausbildungslehrkräfte
    3. Der Koordinator in der Referendarsausbildung
    4. Die Schulung in weiteren Ausbildungsgebieten
  4. Organisation des Stundenplans
  5. Anhang
    • Anlage 1.: Die allgemeinen Ausbildungsstandards
    • Anlage 2.1.: Informationsliste des Koordinator
    • Anlage 2.2.: Aufgabenbereiche der Ausbildungslehrkräfte

Vorwort

Dieses Ausbildungskonzept dient den Referendaren(1), den Mentoren sowie der Schul­leitung und dem Lehrerkollegium als Leitfaden für die Ausbildung am Wolfgang-Borchert-Gymnasium. Es orientiert sich an der OVP (Ordnung des Vorbereitungsdienstes) und den allgemeinen Ausbildungsstandards für den Vorbereitungsdienst, die im Anhang (vgl. Anlage 1) zu finden sind. Das folgende Konzept stellt demnach die schulspezifische Organisation und den Ablauf der Ausbildung dar und wird in en­ger Zusammenarbeit mit den neu hinzukommenden und wechselnden Referendaren und Mentoren erweitert. Es wird Teil des Schulprogramms. Auf der Basis dieses Kon­­zeptes streben das Kollegium und die Schulleitung eine freundliche und sachlich gehaltvolle Zusammenarbeit mit den Referendaren an mit dem Ziel, diese gut aus­zubilden. Die Ausbildung von Referendaren, die an alle Beteiligte verstärkt pädago­gische und didaktische Herausforderungen stellt, wird am Wolfgang-Borchert-Gym­nasium als weiterbildende Auseinandersetzung mit schulpädagogischen Inhalten und somit als zukunftsorientierende Chance gesehen.

Das Wolfgang-Borchert-Gymnasium hat seinen Standort in der Gemeinde Halsten-bek und liegt umgeben von einem kleinen Waldstück unweit vom Krupunder See sehr naturnah. Der nahegelegene S-Bahnhof und die Nähe zur A23 ermöglichen zu­dem schnelle Anbindungen an Hamburg und Umgebung. Die Schule verfügt über gut ausgestattete Fachräume für die Naturwissenschaften sowie Musik und Kunst. Darüber hinaus besitzt sie eine sehr gut ausgestattete Außensportanlage mit Tartan-bahn. Als erste Fremdsprache ab Klasse 5 können die Schüler Englisch oder Fran­zö­sisch wählen. Austauschprogramme und zahlreiche AG-Angebote bieten di­verse Möglichkeiten zu außerunterrichtlichen Aktivitäten. Weitere Informationen über das Wolfgang-Borchert-Gymnasium sind über das Schulprogramm und die Internet­seite www.wobogym.de zu beziehen.

Z.Zt. (Schuljahr 2008/2009) werden sechs Referendare nach der neuen OVP aus-gebildet.

1. Die Referendare

Die Referendare werden zwei Jahre an der Schule von jeweils einer Ausbildungs-lehrkraft in jedem Fach ausgebildet und finden fachliche und pädagogische Unter-stützung in den Fachschaften und im gesamten Lehrerkollegium. In ihren Fächern erfahren sie Beratung und Rückmeldung bezüglich der allgemeinen und fachspezi-fischen Ausbildungsstandards durch die Mentoren im eigenverantwortlichen Unter-richt (10 Stunden) durch Hospitationsstunden (ca. 40 Stunden im Halbjahr) sowie durch Unterricht unter Anleitung von Mentoren oder Kollegen (1 Unterrichtseinheit im Halbjahr). Bei ihrem Einsatz zum eigenverantwortlichen Unterricht werden möglichst alle Stufen in beiden Fächern während der Ausbildung berücksichtigt. Die Wünsche der Referendare in Bezug auf die Hausarbeiten (Thema und Klassenstufe) und des Examens werden unter Berücksichtigung des Lehrplans weitestgehend umgesetzt.

Der Schulleiter hospitiert mindestens einmal in jedem Fach pro Halbjahr und bietet anschließend Beratungsgespräche an. Die Referendare werden nach einer geplan-ten entsprechenden Änderung im Schulgesetz vollwertige Mitglieder des Kollegiums mit vollem Stimmrecht. Sie übernehmen alle unterrichtlichen, erzieherischen und dienstlichen Aufgaben und arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich. Bei der Planung und Teilnahme an Wanderfahrten, Klassenfahrten, Austauschprogrammen sowie an der Organisation von Schulfesten werden sie besonders berücksichtigt und angesprochen, um ihnen die Integration und Mitverantwortung in außerunterricht-lichen Projekten zu ermöglichen. Die Referendare nehmen an den jeweiligen Fach­kon­fe­ren­zen teil.

Die ersten zwei Tage nach Aufnahme der Lehrertätigkeit dienen einer Einführung in die Grundlagen der Lehrertätigkeit. Der erste Tag wird durch den Koordinator gestal-tet, der zweite arbeitsteilig durch die Mentoren.

 

2. Die Ausbildungslehrkräfte

Die Ausbildungslehrkräfte haben für das betreffende Fach die Lehrbefähigung in der entsprechenden Laufbahn und verfügen über hinreichende unterrichtliche und erzie­herische Erfahrungen. Zudem verfügen sie über eine besondere Motivation, Referen­dare nach bestem Wissen auszubilden. Sie bilden auf der Basis der Ausbildungs­stan­dards die Referendare, beraten in allen wichtigen Fragen der Ausbildung (vgl. Anhang: Anlage 1) und diskutieren in den Orientierungsgesprächen zu Beginn der Ausbildung und nach sechs Monaten den Ausbildungsstand. Am zweiten Arbeitstag der Referendare informieren sie diese über fachspezifische Aufgabenbereiche (vgl. Anhang: Anlage 2.2). Für ausgewählte Stunden fordern sie Unterrichtsentwürfe nach den Standards der Modulanbieter (Zeit, Phase, Lehrerimpulse, erwartete Schüler-reaktionen, Medien).

3. Der Koordinator in der Referendarsausbildung

Der Koordinator für die Referendare ist v.a. Ansprechpartner für Referendare und Mentoren und fungiert als Netzwerkinformant. Er hat bei regelmäßigen Kontakten eine beratende und unterstützende Funktion für die Referendare und die Mentoren und kann beratende Funktion für die Schulleitung haben. Durch einen Austausch mit dem IQSH kann die Person im Bedarfsfall Kontakte zu anderen Schulen der Umge-bung herstellen, die Referendare mit den gleichen Fächern ausbilden und denen so gegenseitige Unterrichtsbesuche ermöglicht werden. Mit Hilfe der jeweiligen Mento-ren entwickelt sie das Ausbildungskonzept weiter. Am ersten Schultag nach den Som­merferien betreut der Koordinator die Referendare, führt sie in das Schulleben ein und vermittelt ihnen die allgemeinen Arbeitsbedingungen am Wolfgang-Borchert-Gymnasium. Eine konkrete Liste der zu vermittelnden Punkte findet sich im Anhang (vgl. Anlage 2.1). Diese Stelle sollte nicht von einem eingesetzten Mentor besetzt wer­den und kann für jeweils zwei Schuljahre befristet sein.

 

4. Die Schulung der Referendare in weiteren Ausbildungsgebieten

Für eine strukturierte Ausbildung in weiteren wichtigen Fragen des Schulalltags sind Informationsveranstaltungen vorgesehen, die durch die Stelleninhaber der Funk­tions­stellen sowie das Lehrerkollegium ausgeführt werden. Die Termine werden zu Beginn des Schuljahres festgelegt. Eine Verteilung könnte folgendermaßen aus-sehen:

  • ?.Schulleiter: Ausgewählte wichtige Aspekte des allgemeines Schulrechts (Schul­pflicht, Struktur der Schulverwaltung, Lehrerdienstordnung, Versicherungsfragen, § 45 etc.)
  • ?.Oberstufenleiter: Struktur und Organisation der Oberstufe, Abiturprüfungen, OVO, Tutorensystem
  • ?.Mittelstufenleiter: Struktur der Mittelstufe, Versetzungsordnung, Klassen- und Wan­der­fahrten
  • ?.Orientierungsstufenleiter: Lernpläne, Übergangsproblematik, Versetzungsord-nung, pädagogische Besonderheiten
  • ?.Koordinator für bes. schulische Aufgaben: Funktion und Organisation von Prak­tika
  • ?.Lehrerkollegium: Veranstaltungen zu Themen wie Mediation, Disziplinproble­me, Unterrichtsmethoden, Bildungs- und Erziehungsziele u.a.

 

5. Organisation des Stundenplans

Die Referendare müssen mittwochs für die Module des IQSH freigestellt werden. Der Stundenplan berücksichtigt gegenseitige Hospitationsmöglichkeiten für Referendare und Mentoren, mindestens je eine Stunde pro Fach. Eine feste zuverlässige Bespre-chungsstunde, die möglichst zeitnah an der Hospitationsstunde liegt, wird freigehal-ten. Um gegenseitige Unterrichtsbesuche und Lehrproben in der eigenen und be­nach­barten Schulen zu ermöglichen, werden Referendare und Mentoren an den ver-einbarten Terminen freigestellt. Die Referendare werden nicht mehr als eine Stunde im Monat für Vertretungsunterricht eingesetzt.

6. Anhang

 

Anlage 1: Allgemeine Ausbildungsstandards

 

Quelle: Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (Hrsg.): Informationen zum Vorbereitungsdienst (Ausbildungsstandards), Kronshagen 2005, S. 10ff.

 

Die folgenden allgemeinen Ausbildungsstandards werden durch fachspezifische Stan­dards ergänzt. Diese sind im Internet unter www.iqsh.de zu finden.

 

Allgemeine Ausbildungsstandards

 

I. Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht
1. Die Lehrkraft i. A. plant mittelfristig Unterricht unter Berücksichtigung der Lehr-pläne.
2. Die Lehrkraft i. A. plant Unterricht im Kontext von Unterrichtseinheiten.
3. Die Lehrkraft i. A. gestaltet Unterricht sachlich und fachlich korrekt.
4. Die Lehrkraft i. A. gestaltet Unterricht entsprechend den Aspekten der Lernkom-petenz (Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz) bzw. entsprechend den Vorgaben der Lernfelder (Arbeits- und Geschäftsprozesse) in der beruflichen Bildung.
5. Die Lehrkraft i. A. fördert die Selbstständigkeit der Lernenden durch eine Vielfalt schüleraktivierender Unterrichtsformen, insbesondere durch Vermittlung von Lern- und Arbeitsstrategien.
6. Die Lehrkraft i. A. bezieht Lernende aktiv in die Gestaltung von Unterricht ein.
7. Die Lehrkraft i. A. berücksichtigt unterschiedliche Voraussetzungen und Kompe-tenzen der Lernenden.
8. Die Lehrkraft i. A. dokumentiert die Kompetenzentwicklung der Lernenden mit unterschiedlichen Verfahren.
9. Die Lehrkraft i. A. gestaltet den Unterricht so, dass Zeit effizient genutzt wird.
10. Die Lehrkraft i. A. gestaltet Lernräume adressaten- und funktionsgerecht.
11. Die Lehrkraft i. A. setzt Medien funktional ein.
12. Die Lehrkraft i. A. macht Lernenden, Eltern und Partnern der Schule die Bewer-tungskriterien transparent.
13. Die Lehrkraft i. A. beurteilt die Leistungen der Lernenden nach kompetenzbezo-genen Kriterien.
14. Die Lehrkraft i. A. evaluiert den eigenen Unterricht systematisch unter Einbe-ziehung der Lernenden.

 

 

II. Mitgestaltung und Entwicklung von Schule
15. Die Lehrkraft i. A. beteiligt sich aktiv am Schulleben.
16. Die Lehrkraft i. A. gestaltet die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit.
17. Die Lehrkraft i. A. arbeitet innerhalb der Schule in Teams.
18. Die Lehrkraft i. A. reflektiert Unterricht Kriterien geleitet mit Kolleginnen und Kol-legen.
19. Die Lehrkraft i. A. geht mit unterschiedlichen Kommunikationsprozessen, ins- besondere Konflikten, professionell um.

 

 

III. Erziehung und Beratung
20. Die Lehrkraft i. A. sorgt für die Umsetzung vereinbarter Grundsätze des Um-gangs miteinander.
21. Die Lehrkraft i. A. vermittelt demokratische Werte und Normen.
22. Die Lehrkraft i. A. reagiert angemessen auf Ängste und Problemsituationen von Lernenden.
23. Die Lehrkraft i. A. berät Lernende und Eltern der jeweiligen Situation angemes-sen.

 

 

IV. Selbstmanagement
24. Die Lehrkraft i. A. erledigt ihre Aufgaben termingerecht.
25. Die Lehrkraft i. A. zieht Konsequenzen aus der Reflexion der eigenen Arbeit.
26. Die Lehrkraft i. A. handelt in Arbeits- und Lernprozessen in angemessener Nähe und Distanz.
27. Die Lehrkraft i. A. nimmt in pädagogischen Situationen vielfältige Perspektivenwahr.
28. Die Lehrkraft i. A. handelt im pädagogischen Raum entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen.

 

 

V. Bildungs- und Erziehungseffekte
29. Die Lernenden haben im eigenverantwortlichen Unterricht der Lehrkraft i. A.die zu erwartenden Fortschritte beim Kompetenzerwerb gemacht.
30. Die Lernenden tragen im Unterricht der Lehrkraft i. A. Verantwortung für den eigenen Lernprozess.
31. Die Lernenden bearbeiten im Unterricht der Lehrkraft i. A. Aufgaben in unter-schiedlichen Sozialformen.
32. Die Lernenden halten sich im Unterricht der Lehrkraft i. A. an die Vereinbarungen zum Umgang miteinander.
33. Die Lernenden melden zurück, dass sie im Unterricht der Lehrkraft i. A. ange-messen gefördert werden.
34. Die Partner von Schule schätzen die Zusammenarbeit mit der Lehrkraft i. A.als positiv ein.

 

 

 

 

Anlage 2.1: Informationsliste des Koordinators am ersten Tag

 

  • ?.Vorstellung der Referendare und Mentoren
  • ?.Vorstellung der Kollegen mit Funktionsstellen (Wer ist als Ansprechpartner zu­stän­dig?)
  • ?.Vorstellung des Personalrates
  • ?.Vorstellung der SV und des SEB
  • ?.Führung durch das Gebäude
  • ?.Das schwarze Brett
  • ?.Vertretungs- und Aufsichtsplan
  • ?.Schulschlüssel/Alarmanlage
  • ?.Bedienung des Kopierers und des Telefons
  • ?.Lageplan der Schule
  • ?.Zeit- und Terminplan der Schule
  • ?.Fächer
  • ?.Kollegiumsliste
  • ?.Cafeteria/Kaffeekasse
  • ?.Schulordnung/Pausenordnung
  • ?.Verhalten bei Krankheit
  • ?.Ausfüllen von Kurs- und Klassenbüchern
  • ?.Aushändigen der Informationsschrift des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums
  • ?.Einführung in das Ausbildungskonzept der Schule
  • ?.Hilfen für die erste Unterrichtsstunde (Auftreten, Kommunikationsregeln etc.)

 

 

Anlage 2.2: Ausbildungsbereiche der Ausbildungslehrkräfte

 

Am zweiten Tag

 

  • ?.Aushändigen und Vorstellung der Lehrbücher, Unterrichtsmaterialien
  • ?.Lehrpläne
  • ?.Abgleich der Stundenpläne
  • ?.Vorstellung der Fachkollegen/Hospitationsmöglichkeiten
  • ?.Vorstellung der Klassenlehrer des eigenverantwortlichen Unterrichts
  • ?.Unterrichtsgestaltung der ersten Woche des eigenverantwortlichen Unterrichts
  • ?.Der Schulleiter erläutert dem Referendar die Kriterien für eine gute Unter­richts­stunde

 

Im ersten Semester der Ausbildung

 

  • ?.Vorbereitung und Planung von Unterricht und Unterrichtseinheiten
  • ?.Beurteilung und Reflexion des Unterrichts (Stundenentwürfe)
  • ?.Benotung
  • ?.Planung und Bewertung von Klassenarbeiten und Klausuren
  • ?.Verhalten auf Elternabenden
  • ?.Elternarbeit

 

 

1 Die männliche Bezeichnung ist hier im generischen Sinne zu verstehen und schließt die weiblichen Personen selbstverständlich mit ein.

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